Ratgeber
Rauchfang undicht: Was das bedeutet und welche Lösungen es gibt
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„Ihr Rauchfang ist undicht“ – für viele Eigentümerinnen und Eigentümer beginnt so die Beschäftigung mit einem Bauteil, an das sie jahrelang nicht gedacht haben. Die Diagnose kommt meist vom Rauchfangkehrer bei der regelmäßigen Überprüfung, manchmal machen auch Geruch oder Flecken im Haus darauf aufmerksam. Dieser Artikel erklärt, was Undichtheit beim Rauchfang bedeutet, warum sie ernst zu nehmen ist – und welche bewährten Lösungen es gibt.
Was heißt „undicht“ bei einem Rauchfang?
Ein Rauchfang soll Abgase vollständig über das Dach abführen – und zwar nur dort. Undicht ist er, wenn Abgase oder Kondensat an anderer Stelle austreten können: durch offene Fugen, feine Risse im Mauerwerk, poröse Ziegel oder schadhafte Anschlüsse und Putztüren.
Bei alten gemauerten Fängen – etwa in Wiener Gründerzeithäusern – ist das kein Zeichen schlechter Bauweise, sondern eine Frage der Zeit: Jahrzehnte von Hitze, Abkühlung, Kondensat und Witterung setzen jedem Mörtel und jedem Ziegel zu. Häufig wurde der Fang zudem ursprünglich für ganz andere Heizgeräte gebaut, als heute angeschlossen sind.
Warum Sie eine Undichtheit nicht aufschieben sollten
- Sicherheit: Abgase gehören in den Fang, nicht in Wohnräume. Eine undichte Anlage sollte deshalb rasch geprüft und instandgesetzt werden.
- Beanstandung mit Frist: Stellt der Rauchfangkehrer die Undichtheit fest, erhalten Sie in der Regel eine Frist zur Behebung. Ohne Behebung droht die Stilllegung des Fangs – und damit der angeschlossenen Heizung.
- Folgeschäden am Haus: Kondensat und Teerstoffe wandern durch undichtes Mauerwerk und zeigen sich als bräunliche Flecken an Wänden – die sogenannte Versottung. Je länger das läuft, desto teurer die Behebung.
Woran Sie eine Undichtheit erkennen können
Neben dem Befund des Rauchfangkehrers gibt es Anzeichen, die Sie selbst bemerken können: Rauch- oder Brandgeruch in Räumen entlang des Fangs (oft wetterabhängig), Verfärbungen oder Flecken an Wand oder Dachboden, sichtbare Risse am Kamin sowie schwacher Zug oder zurückschlagender Rauch beim Heizen. Eine ausführliche Übersicht finden Sie im Artikel „Woran Sie erkennen, dass Ihr Rauchfang saniert werden sollte“.
Wichtig: Ob und wo ein Fang tatsächlich undicht ist, lässt sich nur vor Ort feststellen – von außen sichtbare Schäden sind nur ein Teil des Bildes.
Die zwei bewährten Lösungswege
Welche Methode passt, hängt vom Zustand des Mauerwerks und vom angeschlossenen Heizgerät ab:
1. Ausschleifen (Kaminschleifen): Ist die Grundsubstanz des gemauerten Fangs noch gut, wird eine mineralische Spezialmasse auf die Innenflächen aufgebracht. Sie verschließt Fugen und Risse und bildet eine glatte, dichte Oberfläche – ganz ohne Stemmarbeiten. Details dazu auf unserer Leistungsseite Kaminschleifen.
2. Rohreinzug: Ist das Mauerwerk stärker geschädigt oder stellt das Heizgerät besondere Anforderungen (etwa ein Brennwertgerät), bekommt der Fang ein neues Rohrsystem aus Edelstahl, Keramik oder Kunststoff als dichtes Innenleben. Mehr dazu unter Rohreinzug.
Liegt die Ursache im Bereich über dem Dach – etwa bei einem verwitterten Kaminkopf oder einer gerissenen Abdeckplatte –, wird dieser Bereich im Zuge einer Kaminkopfsanierung mitsaniert.
So gehen Sie am besten vor
- Befund ernst nehmen, aber nicht in Panik verfallen. Die meisten Undichtheiten lassen sich mit etablierten Methoden in wenigen Arbeitstagen beheben.
- Besichtigung vereinbaren. Wir sehen uns den Fang vor Ort an – kostenlos und unverbindlich – und klären, welche Methode technisch passt.
- Schriftliches Angebot prüfen. Sie erhalten eine klare Empfehlung mit nachvollziehbaren Positionen und entscheiden in Ruhe.
- Sanierung und Abstimmung. Wir führen die Arbeiten sauber aus und stimmen uns mit dem zuständigen Rauchfangkehrer ab, damit der Fang danach wieder ohne Beanstandung betrieben werden kann.
Ihr Rauchfang wurde beanstandet oder Sie vermuten eine Undichtheit? Vereinbaren Sie eine kostenlose Besichtigung – wir sagen Ihnen ehrlich, was zu tun ist.